Grenzen, Gegensätze und Beschränkungen
der Natur, der Architektur und der Gedanken
sind die Basis meiner Werke.

Ich suche sie, beobachte sie und fange sie mit der Kamera ein.
Die Automatik schalte ich ab, in der Kamera und in meinem Kopf.
Ich mache sichtbar, unsichtbar,
bringe in einen Schwebezustand oder löse auf.

Meine Fotos entstehen auf experimentelle Art.
Kontrollierter Kontrollverlust und geplanter Zufall.
Das Ergebnis ist unscharf und nie exakt vorhersehbar.
Photoshop Unschärfen sind tabu.

Entlang einer unsichtbaren Linie,
die mal in die eine, mal in die andere Richtung überschritten wird, bewege ich mich zwischen Erkennen und nicht nicht Erkennen,
zwischen Harmonie und Disharmonie.

Ich suche nach einer Eigenwirkung von Farben und Formen,
die durch das Spiel mit dem Charakter des Lichts entstehen.
Es erscheinen ephemere Flächen und Räume,
neue Farben und Zwischentöne,
Grenzen zerfließen.

Unzählige Details verschwinden in Unschärfe oder treten aus ihr hervor.
Wichtiges wird unwichtig,
Unwichtiges wird wichtig.
Das Besondere, Geheimnisvolle, Undurchschaubare
der Unschärfe lässt Freiraum für Fantasie und individuelle Interpretation.       

                                                                                              – MONIKA REIMANN

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